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Den Klimaschutz in der Kommune verankern: Der European Energy Award (eea)
Am 26.01.2022 hat der Gemeinderat auf dem Nachtrag der OGL-Gemeinderatsfraktion einstimmig beschlossen, am Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren European Energy Awards (eea) teilzunehmen, weil kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik eine kontinuierliche Aufgabe für Gemeinden, Städte und Landkreise ist.
Was ist der European Energy Award?
Der eea ist ein Instrument (Management Tool) zur fortlaufenden Steuerung und Kontrolle klimabedingter Aufgaben auf kommunaler Ebene. Es geht um einen längerfristigen, nachhaltigen Prozess. In Rahmen des Prozesses werden zunächst lokale Möglichkeiten und Potentiale ermittelt. Auf dieser Basis werden Kernkompetenzen identifiziert und entsprechende Verantwortlichkeiten festgelegt, um die Umsetzung von sinnvollen Maßnahmen zu gewährleisten. Anschließend werden Erfolge überprüft dementsprechend Arbeitsweise angepasst und weitere Maßnahmen initiiert.
Im Jahr 2023 wurde eea aktualisiert. Neu ist es, dass der neue eea 3.0 das verbindliche Ziel der Treibhausgasneutralität bildet und den Zeitraum für deren Zielerreichung (2035) ab und die Bewertungsgrundlage entsprechend angepasst ist. Eine Kommune wird im eea als klimaneutral bezeichnet, wenn sie Netto-Null Treibhausgasemissionen verursacht. Betrachtet wird der Wirkungsbereich der Kommune, der mittels eines eea-Maßnahmenkatalogs definiert ist.
Wie sieht der Prozess für die kommenden Jahre aus?
Der eea erfolgt in Zyklusphasen, wobei ein Zyklus 4 Jahre umfasst. Bestandsteile eines Zyklus sind:
- Analysieren (Durchführung der Ist-Analyse)
- Planen (Erstellung des Arbeitsprogramm)
- Durchführen (Umsetzung der Projekte)
- Prüfen (Audit)
- Anpassen (Aktualisierung der Ist-Analyse)
- Zertifizierung und Auszeichnung
Mittels einer Ist-Analyse wurde eine Bestandsaufnahme der Kommune über bereits abgeschlossene Maßnahmen und dem weiteren Potential erstellt Eine Ist-Analyse erfolgt in folgenden sechs Bereichen:
- Entwicklungsplanung und Raumordnung
- kommunale Gebäude und Anlagen
- Versorgung, Entsorgung
- interne Organisation
- Mobilität
- Kommunikation, Kooperation
Im Dezember 2025 hat Edingen-Neckarhausen den ersten Management-Zyklus abgeschlossen. Im externen Audit erreichte die Gemeinde 52,3 Prozent der möglichen Punkte und damit Level 2 auf dem Weg der Treibhausgasneutralität. Damit hat Edingen-Neckarhausen das Ergebnis aus dem internen Audit (38,9 Prozent) deutlich verbessert. Nun liegt der Fokus auf der Umsetzung des „energiepolitischen Arbeitsprogramm“ (EPAP), das der Gemeinderat am 15. Oktober 2025 beschlossen hat.
Internes Audit - Zwischenbericht (PDF-Dokument, 1,50 MB, 24.04.2024)
Externes Audit (PDF-Dokument, 3,98 MB, 13.02.2026)
Wie wird der Status einer Kommune kommuniziert?
Der höchste sichtbare Level bei der externeren Zertifizierung ist die Treibhausgasneutralität bei einem Umsetzungsgrad von 100%. Liegt die Kommune bei einem Umsetzungsgrad von unter 100%, ist sie „auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität”. Daraufhin beginnt ein erneuter Zyklus. Die Ist-Analyse wird daher stätig angepasst, um weitere Aktivitäten zu planen.
Weiteres Informationsmaterial:
Beschreibung der sechs Maßnahmenbereiche
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