Gemeinde Edingen-Neckarhausen

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Klimaschutz

Im Auftrag der Gemeinde und mit Förderung und Unterstützung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Vertretung durch den Projektträger Jülich wurde die KliBA gGmbH in Kooperation mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Edingen-Neckarhausen betraut.

Der 110seitige Bericht ist hier zum Ansehen eingestellt (PDF-Datei)

Hintergrund:

Seit im Jahr 2007 durch den 4. Sachstandsbericht des International Plant Protection Convention (IPPC), einer untergeordnete Organisation der Food and Agriculture Organization (FOA) der Vereinten Nationen (UN), der Einfluss des menschlichen Handelns auf die andauernde globale Erwärmung bekräftigt wurde, ist die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen klimarelevanter Spurengase in nahezu allen politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen und Ebenen erkannt worden.

Die Mitglieder der Europäischen Union vereinbarten die Begrenzung der durchschnittlichen Temperaturerhöhung auf 2° C gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung. Dazu sei es notwendig, die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Dieses Ziel soll durch eine Senkung des Energieverbrauchs, eine erweiterte Nutzung erneuerbarer Energieträger und die Erhöhung des Anteils nachhaltig produzierter Bio- und erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehrssektor erreicht werden.

Daher strebt die Bundesrepublik Deutschland eine Minderung des Ausstoßes klimawirksamer Gase um 40 Prozent – bezogen auf das Jahr 1990 – bis in das Jahr 2020 an. Ferner wurde im Jahre 2007 das Integrierte Energie- und Klimaprogramm (IEKP) ins Leben gerufen, welches durch konkrete Gesetzgebungs- und Maßnahmenprogramme die Zielerfüllung ermöglichen soll.

Auch das Land Baden-Württemberg verabschiedete im ersten Quartal 2011 das Klimaschutzkonzept 2020PLUS, in dem die Vision des Niedrigemissionslandes Baden-Württemberg propagiert wird. Das Konzept orientiert sich am langfristigen Ziel, eine globale Gesellschaft zu werden, die ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf zwei Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr reduziert haben wird. Zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen Baden-Württembergs gegenüber 1990 auf 30 % reduziert werden.

Ende 2011 wurden durch den Rhein-Neckar-Kreis eigene Klimaschutzleitlinien herausgegeben. In diesen werden drei Säulen als Handlungsfelder definiert. Die erste Säule betrifft den Rhein-Neckar-Kreis selbst samt seiner Eigengesellschaften. In der zweiten Säule werden die kooperativen Aktivitäten und Handlungsmöglichkeiten mit den Kommunen des Kreises beschrieben. Das dritte Handlungsfeld betrifft den Bereich der Klimaschutz- und Energieberatung für Kommunen, Bürger und Betriebe.

Vor dem oben genannten Hintergrund entschied der Gemeinderat der Gemeinde Edingen-Neckarhausen, die KliBA mit der Erstellung eines integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes, das durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird, zu beauftragen. Ziel des Konzeptes ist es, bereits vorhandene Klimaschutzaktivitäten und -strukturen zu analysieren, eine umfassenden Energie- und CO2-Bilanz zu erstellen und darauf aufbauend Klimaschutz-Potentiale und -Szenarien für Edingen-Neckarhausen zu entwickeln. Workshops mit Mitgliedern der Verwaltung, des Gemeinderats und allen interessierten Bürger*innen sowie eine Reihe von persönlichen Akteurs-Interviews dienen der Entwicklung eines Ziel- und Maßnahmenplanes. Die im Plan aufgeführten, gemeinsam mit den genannten Akteuren erarbeiteten und abgestimmten Maßnahmenvorschläge bilden die Basis für die weitere Arbeit eines idealerweise im Laufe der Konzepterstellung initiierten Arbeitskreises „Klimaschutzwerkstatt Edingen-Neckarhausen“.

Edingen-Neckarhausen stellt sich damit der Herausforderung, Klimaschutz als eine alle gesellschaftlichen Ebenen und Strukturen betreffende Aufgabe anzunehmen und dies in einem ersten Schritt seitens der Kommunalverwaltung auf der lokalen Ebene mit ambitionierten Zielen anzugehen.
 
Kontakt:
Vivien Reinhard (Umweltbeauftragte), Telefon: 06203 808137,
E-Mail: vivien.reinhard@edingen-neckarhausen.de