Gemeinde Edingen-Neckarhausen

Seitenbereiche

1250 Jahre Geschichte

Rathaus

Aktuelles

Trinkwasserversorgung

Information zur Trinkwasserversorgung in Edingen-Neckarhausen
Aktuelle Situation
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in einer Pressemitteilung am 10.10.2016 veröffentlicht, dass ein unerwünschter Stoff in den Neckar eingeleitet wurde.
Dabei handelt es sich um Trifluoressigsäure, das sich in Verbindung mit Wasser in Trifluoracetat (TFA) wandelt.
Davon sind alle Wasserwerke, die vom Uferfiltrat des Neckars beeinflusst sind, ab etwa Höhe Bad-Wimpfen betroffen.
Auch im Trinkwasser von Edingen-Neckarhausen wurden bei ersten Proben Nachweise von Trifluoracetat geführt. Im Amtlichen Mitteilungsblatt und auf der Gemeindehomepage haben wir darüber ausführlich informiert.

Nachfolgend veröffentlichen wir die aktuellen Beprobungen in Edingen-Neckarhausen (TFA - Trifluoracetat - Werte)

 

Messergebnisse zum Herunterladen (PDF-Darei)

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema:

>> Wie ist die Gesundheitsgefahr von TFA einzuschätzen?
Die Gesundheitsgefährdung durch TFA wird als sehr gering eingeschätzt. Trifluoracetat ist sehr gut wasserlöslich, mobil und stabil gegenüber Umwelteinflüssen. Daher ist laut dem Technologiezentrum Wasser (TZW), einem neutralen Institut des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW), keine Anreicherung von TFA in Lebewesen zu erwarten, d.h., der Stoff wird schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden.
Hinweise darauf, dass bei den derzeit bekannten Höchstgehalten Verwendungseinschränkungen notwendig sind, liegen zu TFA nicht vor.
Schutzmaßnahmen wie z.B. abkochen des Wassers o.ä. sind nicht indiziert. Dennoch gehört der Stoff nicht ins Trinkwasser.

>> Gibt es einen Grenzwert für TFA?
Es gibt keinen vorgegebenen Grenzwert.
Die Untersuchung des Trinkwassers auf diesen Stoff ist nicht in der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben.
Das Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg hat einen vorsorglichen Maßnahmewert von 10 Mikrogramm, also 10 Millionstel Gramm pro Liter (10 µg/l), abgeleitet.

>> Was bedeutet „Maßnahmewert“?
Der Maßnahmewert ist der Wert, ab dem Maßnahmen zur Minderung der Konzentration eines Stoffes eingeleitet werden.

>> Wie ist aktuell die Belastung?
Im Trinkwasser von Edingen-Neckarhausen wurden Proben am 29.09. und 25.10.2016 Nachweise von Trifluoracetat geführt und geringfügige Überschreitungen festgestellt.
Seitdem werden im Abstand von vier Wochen weitere Messungen durchgeführt, um die Entwicklung der Werte beurteilen zu können.
AM Berichtsanfang finden Sie die aktuellen Messergebnisse vom 16.02.2017.

>> Welche Maßnahmen zur Absenkung der TFA-Werte wurden bislang ergriffen?
Der Wasserversorgungsverband Neckargruppe hat in Abstimmung mit der Gemeinde Edingen-Neckarhausen und dem Gesundheitsamt bereits am 11.10.2016 den Brunnen mit dem höchsten gemessenen Wert vorsorglich vom Netz genommen.
Die Verbandsversammlung des Wasserversorgungsverbandes Neckargruppe hat in der Verbandsversammlung am 13.12.2016 zur Absenkung des TFA-Wertes unter den Maßnahmewert beschlossen, Trinkwasser von den Verbandsmitgliedern Heidelberg (SWHD) und Mannheim (MVV) zu beziehen.
Weitere Maßnahmen zur TFA-Reduzierung werden gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern, den Stadtwerken Heidelberg, der MVV und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt folgen.

>> Wer ist der Einleiter?
Laut Behörden steigt der Wert im Neckar ab der Höhe Bad Wimpfen an.
Das Regierungspräsidium Stuttgart steht mit einem möglichen Einleiter in Kontakt. Laut Presseinformation wurde die Einleitung zwischenzeitlich reduziert.

>> Seit wann ist der Stoff im Neckar?
Da der Wert mangels Grenzwert und rechtlicher Vorgabe nicht kontrolliert wird, ist uns das nicht bekannt. Ansprechpartner dazu ist das Regierungspräsidium Stuttgart als Überwachungsbehörde.

>> Wo kommt der Stoff her?
Trifluoressigsäure wandelt sich im Wasser in sein Anion Trifluoracetat (TFA) um. Trifluoressigsäure wird u.a. als Lösungsmittel für Proteine in der Biotechnologie, bei der Reinigung von pharmazeutischen und biotechnologischen Produkten sowie in Laboren der chemischen Industrie genutzt.

>>  An wen kann man sich bei weiteren Fragen wenden?
Bei Fragen hierzu wenden Sie sich an die Gemeinde Edingen-Neckarhausen oder den Wasserversorgungsverband „Neckargruppe“.
Auskünfte erteilen Ihnen Elke Hugo, Telefon: 06203/808220  oder Arno Kaiser, Telefon: 06203/808247.