Gemeinde Edingen-Neckarhausen

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1250 Jahre Geschichte

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Lokale Agenda Edingen-Neckarhausen

Im Jahre 2000 hat die Gemeinde den Agenda-Prozess eingeleitet. Gestützt auf das ehrenamtliche Engagement interessierter Mitbürger/innen wurden drei Arbeitskreise - "Bauen, Wohnen & Natur", "Kultur, Freizeit & Soziales" und "Mobilität & Verkehr" - gebildet, die eigene Ideen und Vorstellungen entwickeln und verwirklichen.

Im Oktober 2008 präsentierten die Agenda-Gruppen den ersten Nachhaltigkeitsbericht für Edingen-Neckarhausen. Er zeigt Stärken und Schwächen der Gemeinde auf ökologischem, ökonomischen und sozialem Gebiet sowie mögliche Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auf. Die Lokale Agenda lebt von den Ideen und der Tatkraft aller. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich aktiv am Agenda-Prozess zu beteiligen und sich in die Arbeitskreise und Projektgruppen mit einzubringen.

Lokale Agenda 21: Was ist das überhaupt?

Rio + 10: Agenda-Gipfel Baden Württemberg
AK Mobilität und Verkehr ist Preisträger

Als einzige beiden Agenda-Aktive nahmen Klaus Teichmann und Christina Reiß am Agenda-Gipfel in Stuttgart am 29.6. teil. Veranstaltet wurde dieser Gipfel von der Landesregierung, um Bilanz zu ziehen: 10 Jahre ist es nun her, seit die Kommunen der Welt auf der Umweltkonferenz von Rio aufgefordert wurden, Lokale Agenda 21-Prozesse zu initiieren, um nach dem Motto "Global denken, lokal handeln" eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unter Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang verstanden, dass die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales so miteinander verzahnt werden, dass auch kommende Generationen noch gut auf und von dieser Erde leben können.

Neben einer allgemeinen Beschäftigung mit den Fragen der nachhaltigen Entwicklung und der Bilanzierung der Agenda-Prozesse in Baden-Württemberg gab es auch einen schönen Anlaß, nach Stuttgart zu fahren: Der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr bekam für das Konzept "Innerörtliche Fahrradwegenetze I und II" einen dotierten Preis verliehen. Glückwunsch! Neben Bürgermeister Roland Marsch bildeten seine 1. Stellvertreterin Heidi Gade, der Gemeinderat Georg Mildenberger, Bauamtsleiter Horst Göhrig und die Agenda-Koordinatorin der Gemeinde, Ulrike Wacker, die Delegation, die gemeinsam mit Klaus Teichmann auf der Bühne den Preis für die Lokale Agenda 21 Edingen-Neckarhausen entgegennahm.

Großen Raum - im wahrsten Sinne des Wortes - nahm ein Markt der Möglichkeiten ein, auf dem viele Agendagruppen aus dem ganzen Ländle ihre Arbeiten präsentierten. Viele Anregungen und Ideen konnte man von dort mitnehmen - ebenso, wie von den Forumsdiskussionen. Klar wurde dabei, dass ein Themenbereich in der Lokalen Agenda Edingen-Neckarhausen bisher völlig zu kurz kommt: die Eine-Welt-Thematik. Wenn man bedenkt, dass es - auch 10 Jahre nach Rio und kurz vor der Folgekonferenz in Johannesburg im September - immer noch so ist, dass 20% der Welt 80 % des Reichtums besitzen und wir hier durch unseren Lebensstil die Umweltkatastrophen der so genannten 3. Welt mit verursachen, dann sollte dieser Aspekt in der Lokalen Agenda 21 mehr Beachtung finden. Präsentiert wurden als Beispiele dafür Städtepartnerschaften mit Gemeinden in Entwicklungsländern oder die Markteinführung eines "Agendakaffees", der fair gehandelt und ökologisch produziert wurde. Damit haben viele Gemeinden großen Erfolg, und es wurde durch die Berichte wieder klar: Lokale Agenda ist dann erfolgreich, wenn sie konkrete Projekte durchführt.