VolltextsucheAktuellStand 01.09.: Feuerwehr Edingen-Neckarhausen
Wir waren für Sie im August unterwegs: 05.08.2010: Hilfeleistung, Beim Bildstock, Türöffnung, Abt. Edingen / 10.08.2010: Brandalarm, Mannheimer Straße, Gartenhausbrand, Gesamteinsatz / 10.08.2010: Hilfeleistungseinsatz, Fulminastraße, Wespennest, Abt. Edingen / 20.08.2010: Brandalarm, Hauptstraße, Rauchentwicklung, Fehlalarm, Gesamteinsatz / 27.08.2010: Hilfeleistungseinsatz, Hauptstraße, Sturmschäden, Abt. Neckarhausen / 27.08.2010: Hilfeleistungseinsatz, Robert-Koch-Straße, Sturmschaden, Abt. Edingen / 27.08.2010: Hilfeleistungseinsatz, Friedrichsfelder Straße, Wasser im Keller, Abt. Edingen / 27.08.2010: Hilfeleistungseinsatz, Eisenbahnstraße, Sturmschaden, Abt. Neckarhausen / 29.08.2010: Brandalarm, Rosenstraße, Brandmeldeanlage, Sabotagealarm, Abt. Neckarhausen. Die Feuerwehr sucht Sie! Informieren Sie sich über unsere Arbeit auf www.feuerwehr-edingen-neckarhausen.de.
Abteilung Edingen: Sturmschäden halten die Abteilung Edingen wach Eine umgestürzte Straßenlaterne, ein umgekippter Baum und ein Keller unter Wasser: Dies ist die Bilanz der überraschenden Sturmnacht auf den 27.08.2010, in der Feuerwehren im ganzen Rhein-Neckar-Kreis zu ähnlichen Einsätzen ausrücken mussten. Gegen halb eins erreichte der Sturm in Edingen seinen Höhepunkt, die Abteilung Edingen der freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen wurde nur Augenblicke später zu einem umgestürzten Baum an der Kreuzung Robert-Koch-Straße/Bismarckstraße alarmiert. Der Sturm hatte den Baum in der Mitte gespalten, die eine Hälfte war umgekippt und versperrte nun die komplette Kreuzung. Dabei entstand Sachschaden an einem Briefkasten; parkende Autos wurden nicht beschädigt, auch wurden keine Menschen gefährdet oder verletzt. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet, danach begann ein Trupp, den liegenden Baum mit einer Kettensäge zu entasten. Da das Holz unter Spannung stand, mussten die Schnitte wohlüberlegt gesetzt werden, da sonst die Säge eingeklemmte oder Gefahr durch zurückschnellende oder runterfallende Äste bestand. Zwischenzeitlich fuhr das Edinger Tanklöschfahrzeug in die Friedrichsfelder Straße, um Wasser aus einem Keller zu pumpen, der während des Unwetters vollgelaufen war. Die Aufräumarbeiten in der Robert-Koch-Straße dauerten an. Schnell stellte sich heraus, dass auch die stehende Baumhälfte umzustürzen drohte. Deshalb rückte Verstärkung mit der Drehleiter an, um den Baum von oben nach unten von schweren Laubästen zu befreien. „Dabei muss man sehr vorsichtig vorgehen. Sägt man zu viel Last an einer Stelle ab, kann dies den Baum unkontrolliert zu Fall bringen“, bemerkte Einsatzleiter und Abteilungskommandant Michael Berger. Um fünf Uhr, nach knapp vier Stunden nächtlichem Einsatz, waren die sechzehn Feuerwehrleute wieder im Gerätehaus, hatten ihre Fahrzeuge instand gesetzt und schlossen den Einsatz bei einer morgendlichen Tasse Kaffee ab.
Öffentliche Übung der Abteilung Edingen ein großer Erfolg Scheiben bersten, Blech knirscht und kurze Zeit später hört man von fern das Martinshorn: Mit Spannung verfolgten rund vierzig Zuschauer die Rettungsarbeiten der Abteilung Edingen der Freiwilligen Feuerwehr Edingen-Neckarhausen an zwei Unfallfahrzeugen. Wo Schaulustige sonst eher den Aktionsradius der Retter und die Privatsphäre der Patienten stören, waren sie diesmal ausdrücklich erwünscht. Die Abteilung Edingen hatte am 27.08.2010 zum Abschluss des Themenkomplexes „Hilfeleistung“ zu einer öffentlichen Übung in der Edinger Rathausstraße auf Höhe des Volksbank-Parkplatzes eingeladen. Übungsleiter Tobias Jung hatte für die Übung ein Szenario mit zwei Fahrzeugen vorbereitet. Eines davon lag auf der Seite, in beiden befanden sich Patienten, die gerettet werden mussten. Die Arbeitsteilung funktionierte: Feuerwehrleute mit medizinischer Qualifikation übernahmen die Erstversorgung der Patienten mit Halskrausen und Infusionen, andere Trupps sicherten die Fahrzeuge und bereiteten die technische Rettung vor. In Zusammenarbeit mit zwei Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe Mannheim wurden die Patienten gerettet. „Im Mittelpunkt der Rettung steht die schonende, aber schnelle Rettung. Ziel ist es, dass der Patient allerspätestens eine Stunde nach dem Unfall in der Klinik ist“, betonte Moritz Walter, der bei den Johannitern gerade eine Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert und wie seine Kolleginnen und Kollegen froh über die realistische Übungsmöglichkeit war. Bei der Rettung verwendete der Rettungsdienst modernstes Rettungsgerät. Das „Spineboard“; ein Brett, auf dem Patienten immobilisiert und auch unter engen Umständen sicher gerettet werden können, wie zum Beispiel durch die Frontscheibenöffnung, aus der zuvor die Scheibe gesägt wurde. Der erste Patient konnte auf diese Weise bereits nach 20 Minuten aus dem Auto befreit und mit dem Rettungswagen in die Klinik transportiert werden. Die zweite Patientin war in ihrem Fahrzeug eingesperrt, hier mussten sich die Feuerwehrleute erst einen Zugang zur Patientin schaffen, damit sie erstversorgt werden konnte. Im Anschluss wurde das Dach mit Sägen, Scheren und Spreizer entfernt. Auch diese Rettung verlief mit knapp 40 Minuten den Umständen entsprechend schnell. Timo Walter, Ausbildungsleiter der Abteilung Edingen, resümierte nach der Übung: „Die Zielvorgabe „schnelle und schonende Rettung“ haben wir erfüllt; auch die Kommunikation untereinander und mit dem Rettungsdienst hat wunderbar funktioniert. In Zukunft wird es wichtig sein, alternative Techniken zu üben, um im Notfall flexibler und schneller helfen zu können.“ Probleme seien beim technischen Gerät aufgetreten, da die hydraulische Schere mehrere Anläufe brauchte, um die Fahrzeugsäulen zu durchtrennen – modernen Geräten gelingt das mühelos in nur einem Schnitt. Bei Unfällen mit Neuwagen wäre eine Rettung mit dem vorhandenen Material schwierig bis unmöglich gewesen. Am Ende der Nachbesprechung bedankte sich Abteilungskommandant Michael Berger bei seinen Feuerwehrangehörigen. Die Mannschaft hätte vollen Einsatz gebracht, obwohl viele trotz des Unwettereinsatzes in der vorangegangenen Nacht nur sehr wenig schlafen konnten. Er sei stolz auf die gezeigte Leistung und sprach den zwanzig Anwesenden seine Anerkennung und seinen Dank für das Engagement in der Feuerwehr aus.
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